Erhöhung des gesetzlichen Pflegeversicherungssatzes ab 01.01.2013

Im Juni 2012 hat der Bundestag das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz beschlossen. Die Reform sieht unter anderem eine Anhebung des Beitrages zur gesetzlichen Pflegeversicherung vor.

Ab dem 1. Janur 2013 wird der Beitragssatz um 0,1 Prozentpunkte erhöht.

Damit steigt der Beitragssatz von 1,95 auf 2,05 Prozent,  für kinderlose Versicherte, die einen Zuschlag leisten müssen, von 2,20 auf 2,30 Prozent. Mit den Mehreinnahmen aus der Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrages sollen Leistungsverbesserungen, insbesondere bei der Versorgung von Demenzkranken und zur Entlastung der Pflegenden finanziert werden.

Die Anhebung des Pflegeversicherungsbeitrags wirkt sich auch auf den Zahlbetrag von Betriebsrenten aus. Rentnerinnen und Rentner, die in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung versichert sind, müssen den Beitrag aus der Betriebsrente in voller Höhe alleine tragen. Durch die Anhebung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte wird sich daher ab 1. Januar 2013 auch der Zahlbetrag der Betriebsrenten entsprechend vermindern. Der erhöhte Pflegeversicherungsbeitrag wird – wie bisher automatisch – von der Unterstützungskasse des DGB e.V. einbehalten und an die zuständige Krankenkasse abgeführt. Hierzu ist die Unterstützungskasse verpflichtet. Eine gesonderte Mitteilung über die Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrages wird die Unterstützungskasse nicht versenden.

Erstveröffentlichung: 13.12.2012, http://www.vbl.de